Biolebensmittel – was unterscheidet sie von den günstigen Supermarktprodukten?
Sie gehen ständig in den Supermarkt und Sie kaufen sich Lebensmittel, die Sie zur Lebenserhaltung benötigen. Dabei werden Ihnen immer wieder Produkte präsentiert, die aus biologischem Anbau oder aus einer ökologischen Haltung stammen. Bei einem Vergleich können Sie sich darüber Gedanken machen, welche Produkte Sie bei dem nächsten Einkauf in Ihren Einkaufswagen legen werden.
Biologisch angebaute Nahrungsmittel
Die biologisch angebauten Lebensmittel unterliegen strengsten Kontrollen in ihrem Anbau. Im Gegensatz zu herkömmlichen Produkten werden diese im Anbau soweit kontrolliert, damit keine Pestizide und Schädlingsbekämpfungsmittel bei der Aussaat sowie beim Wachstum verwendet werden. Bei den Lebensmitteln aus nicht biologischem Anbau dürfen in der Regel Kunstdünger oder Abwasserschlamm als Düngemittel verwendet werden, damit diese besser gedeihen und der Ertrag bei der Ernte höher ausfällt. Im biologischen Anbau sind diese Dünger nicht erlaubt. Bei diesem dürfen nur biologische Dünger verwendet werden, welche nicht künstlich hergestellt wurden. Auch die Pestizide zur Schädlingsbekämpfung dürfen nicht verabreicht werden, sondern ausschließlich biologische Schädlingsbekämpfungsmittel, welche keine Rückstände von Schadstoffen enthalten. Des Weiteren werden biologische Lebensmittel, wie beispielsweise Milchprodukte, Obst oder Gemüse und Backwaren auf das Genaueste kontrolliert, damit diese weder künstliche Aromen noch künstliche Konservierungsmittel enthalten. Auch Geschmacksverstärker und Stabilisatoren dürfen nicht nachzuweisen sein. Gerade bei Obst oder Gemüse muss die Reifung ohne künstliche Bestrahlung erfolgen, damit diese als Bio deklariert werden dürfen.
Die Tiere – ihre Produkte und deren Haltung
In der Haltung der Tiere werden ebenfalls sehr große Unterschiede verzeichnet, wenn es um biologische Lebensmittel mit tierischen Produkten geht. Ökologische Erzeugnisse mit tierischen Produkten dürfen laut Verordnung keine Rückstände von Antibiotika aufweisen. Außerdem muss die artgerechte Haltung der Tiere gesichert sein. Des Weiteren dürfen keine Wachstumshormone im Fleisch nachzuweisen sein. Auch die Verwendung von ionisierender Bestrahlung ist untersagt, so dass keine positiv geladenen Teilchen nachzuweisen sind. Im Gegensatz zu ökologischen Produkten dürfen bei Tieren und tierischen Produkten aus einer nicht ökologischen Züchtung Wachstumshormone in kleinen Mengen verwendet werden, so dass Sie beim Verzehr keine gesundheitlichen Schädigungen davon tragen. Auch ein geringer Teil an Antibiotika darf nachzuweisen sein, bevor Sie dieses Fleisch im Supermarkt zu einem günstigen Preis erstehen. Die tierischen Produkte, wie beispielsweise Hühnereier, stammen teilweise noch aus Legebatterien, in denen die Geflügel zusammengepfercht ihre Eier legen, bevor Sie diese im Supermarkt kaufen können. Bei der Konservierung, beziehungsweise bei der Weiterverarbeitung werden bei diesen Produkten immer wieder künstliche Konservierungsstoffe und Farbstoffe verwendet, die natürlich nur einen bestimmten Höchstwert enthalten dürfen.
Lebensmittel aus biologischem und nichtbiologischem Anbau
In der Regel dürfen alle Lebensmittel, wie tierische und pflanzliche Produkte, einen gewissen Wert nicht übersteigen, damit diese für Sie nicht gesundheitsschädlich sind. Nicht biologische und ökologische Produkte werden mit Pestiziden und künstlichen Aromen und Farbstoffen so verarbeitet, dass diese für Sie wunderbar anzusehen sind und das Kaufinteresse wecken. Die nicht artgerechte Haltung von Tieren führt dazu, dass Produkte aus einer Massentierhaltung entstehen und so dadurch diese günstiger im Supermarkt angeboten werden können. Hingegen bei den ökologischen Produkten und bei den biologischen Produkten handelt es sich um reine Naturkost, die frei von Pestiziden, künstlichen Aromen und Farbstoffen ist.
IMG: sarsmis – Fotolia
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